Deregulierung für bessere Erdwärmenutzung

Für die (Wärme)nutzung des Untergrundes ist heute bis zu einer Tiefe von 500 m lediglich eine Bohrbewilligung gemäss Wasserschutzgesetz GSchG und eine Baubewilligung erforderlich. Für die tiefe Geothermie hingegen ist eine Bewilligung gemäss dem Gesetz über die Nutzung des Untergrundes UNG notwendig. Aber auch für Anlagen mit einer thermischen Entzugsleistung ab 100 kW wird die Bewilligung gemäss UNG verlangt. Wird nun ein Erdwärme-Sondenfeld erstellt, ist die Entzugsleistung der Anlage in der Regel deutlich Ober 100 kW — auch wenn die Bohrtiefe von 500 m bei weitem nicht erreicht wird. Erdwärme-Sondenfelder, heute eine gängige und effiziente Technologie zur Heizung und Kühlung grösserer Gebäude, unterstehen somit der Bewilligungspraxis des UNG. Dies ist mit erheblichen Nachteilen verbunden.